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Darmkrebs wird oft zu spät entdeckt und ist daher eine der häufigsten Tumorarten mit Todesfolge. Im Frühstadium sind jedoch 95 Prozent der Fälle heilbar.
descriptionBlutprobe
Darmkrebs entwickelt sich oft ohne Anzeichen. Eine Darmspiegelung entdeckt ihn trotzdem, besser noch: Sie findet auch Krebsvorstufen, die noch harmlos sind.
descriptionOperation
Neben den gängigen Therapien wie Operation, Bestrahlung und Chemotherapie zeichnen sich neue Behandlungen ab, zum Beispiel die Immuntherapie.
descriptionEndoskop
Stuhltest, Tastuntersuchung und Darmspiegelung scheuen viele. Doch wer die Unannehmlichkeiten in Kauf nimmt, senkt sein Krebsrisiko erheblich.
descriptionÄpfel
Falsche Ernährung ist Ursache für ein Drittel aller Darmkrebsfälle. Die richtige Lebensmittelauswahl, aber auch Bewegung sorgen für einen gesunden Darm.
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Den Darm auf Trab halten

Eine gesunde, ballaststoffreiche Ernährung reduziert das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Experten gehen davon aus, dass mehr als ein Drittel aller Darmkrebserkrankungen auf falsche Ernährung zurückzuführen sind. Umgekehrt können Sie durch eine gesunde Ernährung selbst dazu beitragen, das Risiko so gering wie möglich zu halten.

Im Überblick



Gesunde Ernährung für den Darm

  • Ein hoher Fleischkonsum erhöht das Darmkrebsrisiko. Dabei kommt es auf den Fettgehalt des Fleischs und seine Zubereitungsart an. Bevorzugen Sie Geflügel und Fisch gegenüber gebratenem und gegrilltem rotem Fleisch von Rind, Schwein oder Lamm.
  • Statt Butter und anderer tierischer Fette lieber pflanzliche Fette (zum Beispiel Oliven- und Rapsöl) verwenden.
  • Nehmen Sie viel ballaststoffreiche Kost zu sich. Ballaststoffe sind vorwiegend pflanzliche Fasern, die keine Nährstoffe enthalten. Sie quellen im Darm auf und verstärken durch das größere Volumen die unwillkürlichen Darmbewegungen. Aufgrund der beschleunigten Darmpassage können krebserregende Substanzen weniger auf die Darmwand einwirken.
  • Essen Sie viel frisches Obst und Gemüse. Obst und Gemüse enthalten neben Ballaststoffen auch sekundäre Pflanzenstoffe, die krebsvorbeugend wirken können. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Zufuhr von fünf Portionen Obst und Gemüse. Dies entspricht einer täglichen Menge von 400 Gramm rohem oder gegartem Gemüse und 250 Gramm Obst. Besonders geeignet zur Krebsvorsorge sind Hülsenfrüchte, Kohl, Tomaten, Zwiebeln, Zitrusfrüchte und Pflanzensamen.
  • Schränken Sie Ihren Alkoholkonsum ein und reduzieren Sie Übergewicht.
  • Sorgen Sie für ausreichende Bewegung. Sie wirkt sich auch günstig auf die Darmbewegung aus.

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Schonkost für den operierten Darm

Bei Patienten mit Darmkrebs ist es meist nötig, einen Teil des Darms zu entfernen. Durch diese Verkürzung kann es zu Mangelerscheinungen im Elektrolythaushalt kommen, da nicht mehr so viel Resorptionsfläche vorhanden ist. Weil zudem auch weniger Wasser als vor der Operation aus dem Stuhl resorbiert werden kann, ist der Stuhl häufig zu flüssig. Andererseits darf der Stuhl auch nicht zu fest sein – besonders kurz nach der Operation, um die Darmnaht nicht zu sehr zu strapazieren. Auch bei Patienten mit einem künstlichen Darmausgang darf der Stuhl nicht zu fest werden, damit keine Probleme bei der Darmentleerung – etwa der Vorfall des Darms in den künstlichen Ausgang – entstehen.

Patienten mit Krebs im Magen-Darm-Trakt sollten ihr Verdauungssystem nicht mit ein, zwei Riesenportionen strapazieren, sondern im Lauf des Tages mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen. Außerdem sollten sie darauf achten, genug zu trinken. Der Stuhl darf weder zu fest noch zu flüssig sein. Betroffene müssen ausprobieren, welche Nahrungsmittel sie gut vertragen, ohne dass es zu Blähungen oder Völlegefühl kommt. Dafür brauchen die Patienten Geduld, denn es kann eine Zeit dauern, bis ihr Körper sich an die neue Situation gewöhnt hat und mit der Ernährung problemlos zurechtkommt.
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Hilfreiche Adressen für Betroffene und Angehörige

Etliche Anlaufstellen stehen Patienten mit Darmkrebs und ihren Angehörigen zur Seite. Dort finden sie umfassende Informationen zur Krankheit – von den neuesten Therapieansätzen bis zu Tipps für den Umgang mit Darmkrebs und seinen Folgen im Alltag.

Einheitliche Anlaufstelle bei Fragen zum Thema Krebs: Unter der kostenlosen Rufnummer 0800 4203040 können sich Betroffene und Angehörige umfassend informieren. Die Initiative bildet eine Allianz zwischen dem Krebsinformationsdienst (KID) am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe in Bonn.
  • Gastro-Liga
    Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Krankheiten von Magen, Darm und Leber sowie Störungen des Stoffwechsels und der Ernährung (Gastro-Liga) e.V.
    Friedrich-List-Straße 13
    35398 Gießen
    Tel.: 0641 / 97 48 10
    Fax: 0641 / 97 48 118
    E-Mail: geschaeftsstelle@gastro-liga.de
    Internet: www.gastro-liga.de
  • Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
    Kuno-Fischer-Straße 8
    14057 Berlin
    Tel.: 030 / 32 29 32 90
    Fax: 030 / 32 29 32 966
    Internet: www.krebsgesellschaft.de
  • Deutsche ILCO e.V.
    Selbsthilfeorganisation für Stomaträger und Menschen mit Darmkrebs
    Thomas-Mann-Straße 40
    53111 Bonn
    Tel.: 02 28 / 33 88 94 50
    Fax: 02 28 / 33 88 94 75
    E-Mail: info@ilco.de
    Internet: www.ilco.de

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Obst und Gemüse
© Shutterstock
Viel frisches Obst und Gemüse beugt Darmkrebs vor. Fleisch oder Wurst sollten dagegen nicht regelmäßig in größeren Mengen verzehrt werden.
Laufende Beine
© Shutterstock
Viel Bewegung im Alltag bringt auch den Darm auf Trab. Dadurch wird einer der Risikofaktoren für Darmkrebs ausgeschaltet: die träge Verdauung.
Teller mit Portion Spaghetti
© Shutterstock
Kleine Portionen und leichte Kost machen es dem operierten Darm leichter, seine normale Verdauungsarbeit wieder aufzunehmen.